Handeln. Für morgen!

Handeln. Für morgen!

Tarifrunde ÖD der Länder 2021

Warnstreik Uniklinik Frankfurt

Handeln. Für morgen!
Han­deln. Für mor­gen! ver.di Han­deln. Für mor­gen!  – Ta­rif- und Be­sol­dungs­run­de öf­fent­li­cher Dienst der Län­der 2021


Im Zuge der Tarifverhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) ruft die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten des Uniklinikums Frankfurt für Donnerstag und Freitag zum Warnstreik auf. Die zuständige ver.di-Sekretärin Hilke Sauthof-Schäfer: „Nachdem die Arbeitgeber der Länder auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt haben, sondern sich in unerträglicher Art und Weise gegen eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei den Unikliniken ausgesprochen haben, wollen wir auch aus Hessen den Druck auf die TdL erhöhen.“


Das Uniklinikum ist der einzige Betrieb, der nicht unter den hessischen Tarif, sondern unter die Tarifregelungen der übrigen Bundesländer fällt und deshalb von der Tarifrunde betroffen. „Für Donnerstag“, so Sauthof-Schäfer, werden wir zunächst die Beschäftigten in den OP-Bereichen und in der Anästhesie und am Freitag auch die übrigen der ca. 4.000 Beschäftigten zu ganztägigen Warnstreiks aufrufen.“

ver.di Landesfachbereichsleiter Gesundheit und soziale Dienste, Georg Schulze, betont, mit dem Klinikvorstand sei eine Notdienstvereinbarung abgeschlossen worden, so dass keine Gefährdung für Patientinnen und Patienten bestehe. „Natürlich werden wir auch die steigende Zahl der Corona-Patient*innen im Blick haben und auch hier die Betreuung absichern. Man sollte sich aber darauf einstellen, dass geplante, nicht lebensbedrohliche Operationen verschoben werden.“

Bei den Tarifverhandlungen mit den Ländern fordert ver.di für die 1,1 Millionen Tarifbeschäftigten 5 Prozent mehr Lohn, mindestens 150 Euro. Für Beschäftigte im Gesundheitswesen sollen die Entgelte um 300 Euro monatlich und für Auszubildende um 100 Euro steigen. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 27. und 28. November in Potsdam statt.

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