Handeln. Für morgen!

Handeln. Für morgen!

Tarifrunde ÖD der Länder 2021 Hessen

Wertschätzung muss sich jetzt zeigen

Auftakt Tarifverhandlungen Landesbeschäftigte
Han­deln. Für mor­gen! ver.di Han­deln. Für mor­gen!  – Ta­rif- und Be­sol­dungs­run­de öf­fent­li­cher Dienst Bund und Kom­mu­nen 2020


Beim Auftakt der Tarifverhandlungen für die hessischen Landesbeschäftigten hat das Land kein Angebot vorgelegt. Innenminister Beuth würdigte zwar ausdrücklich die Leistungen der Beschäftigten in der Pandemie als herausragend und bedankte sich bei ihnen. Insgesamt würden die Gewerkschaftsforderungen das Land aber finanziell überfordern. Um eine angemessene Erhöhung zu finden, müsse weiter miteinander gesprochen werden.

ver.di-Verhandlungsführerin Christine Behle erwiderte, die Leistung der Beschäftigten müsse sich in einer anständigen Tariferhöhung niederschlagen. Sie hätten dafür gesorgt, dass das Land in den vergangenen anderthalb Jahren während der Pandemie funktioniert hätte. Die Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst müssten außerdem attraktiver werden. „Wir wollen mit dem Land über Entlastung und Digitalisierung sprechen. Wir werden uns für einen tariflichen Rechtsanspruch auf Home-Office einsetzen.“

Die Gewerkschaften fordern für die zirka 45.000 Landesbeschäftigten fünf Prozent mehr Geld, mindestens aber 175 Euro. Das Entgelt für die Auszubildenden soll um 100 Euro monatlich erhöht werden. Außerdem sollen sie einen zusätzlichen Urlaubstag bekommen.

Die Verhandlungen werden am 15.Oktober in Dietzenbach fortgesetzt

Begleitend zum Verhandlungsauftakt haben gut 200 Hochschulbeschäftigte am Mittwoch in mit Aktionen in Kassel, Marburg, Darmstadt und Frankfurt am Main für mehr unbefristete Beschäftigung protestiert. Sie erwarten von den Tarifverhandlungen 

Mindestquoten unbefristeter Beschäftigung und dass Befristungen im administrativ-technischen Bereich auf persönliche Vertretungen beschränkt werden.

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